Tauben-Initiative Basel Stadt

Liebe Baslerinnen und Basler

Sehr wahrscheinlich stimmen wir am 14. Juni 2026 über unsere Tauben-Initiative und gleichzeitig über den Gegenvorschlag der Regierung/Kommission ab.

Wichtig für die Einordnung: Vor rund sechs Jahren wurden die früheren Taubenschläge von Basel, die während 28 Jahren betrieben wurden, durch die Regierung aufgrund des Nichtbesuchs der Tauben geschlossen, ohne zu hinterfragen, weshalb die bestehenden Schläge nicht funktioniert haben und was man daran hätte verbessern müssen. Dies ist signifikant, weil Taubenschläge nachweislich in vielen Städten der Schweiz und Europas seit Jahrzehnten funktionieren, wenn sie fachlich korrekt betrieben werden.

Bereits vor einigen Jahren haben Grossrat Harald Friedl sowie der Taubenverein Basel-Stadt von der Regierung ein Taubenschlagkonzept verlangt, dies wurde jedoch von der Regierung abgelehnt. In der Folge haben Harald Friedl und Konsortium mittels parlamentarischem Vorstoss (Anzug) ein Taubenmanagement gefordert; die entsprechende Antwort der Regierung wurde wiederholt verschoben.

Als dann eine Volksinitiative entstanden ist, musste die Regierung reagieren, nicht weil sie eine Verbesserung der Situation in Basel möchte, nein, weil sie befürchtete, dass die Bevölkerung die Initiative annimmt. Genau hier liegt aus unserer Sicht der Knackpunkt: Der Gegenvorschlag wirkt wie etwas, das schnell „gut aussieht“, damit Stimmen von der Initiative weg zum Gegenvorschlag gehen. Es geht hierbei nicht um ein Taubenmanagement, das langfristig tragen soll – sondern um ein Pilotprojekt, das man nach 4 Jahren wieder beenden kann.

Warum dieser Gegenvorschlag nicht greift:

Zu klein dimensioniert

Geplant sind 5 kleine Taubenschläge, die maximal 280 Taubenpaare beherbergen können. Das sind gemessen an geschätzt 7’000–10’000 Stadttauben nur etwa 5–7% der städtischen Population. Das reicht nicht, um in der Stadt eine spürbare Wirkung zu erzielen.

Zu wenig Futter = keine Bindung an den Schlag

Es soll im Schlag sehr wenig Futter angeboten werden (20 g wird als „Mästmenge“ bezeichnet; ursprünglich waren 3 g pro Taube/Tag im Raum, später „etwas mehr“, aber weit unter dem Tagesbedarf). Eine Taube benötigt ungefähr 25–40 g Futter pro Tag. Wenn im Schlag zu wenig Futter angeboten wird, sind die Tauben gezwungen, ihr Futter weiterhin auf Strassen und Plätzen zu suchen, so kann und wird keine Bindung an den Schlag entstehen. Nur wenn sich die Tauben im Schlag wohl fühlen brüten sie dort, nur so kommt man an die Taubeneier. Nur so kann man den Taubenbestand kontrollieren und nachhaltig minimieren.

Brut zulassen, Küken entnehmen und töten

Um Abwanderung zu verhindern, soll im Gegenvorschlag gebrütet

werden, und der Nachwuchs dann nach kurzer Zeit entnommen und getötet werden. Wir halten das für kontraproduktiv, weil es wissenschaftlich bewiesen ist, dass das die Bindung an den Schlag stört: Werden nach der Brut immer wieder die Küken entnommen“, verlassen die Tauben den Taubenschlag und brüten wieder an Fassaden und auf Balkonen.

Abschüsse an Hotspots verschieben das Problem

Das Töten an Hotspots – also genau dort, wo auch die Taubenschläge sind, treibt Tauben in andere Quartiere. Und zwar weg von den Schlägen, dorthin, wo wir sie gerade nicht haben wollen. Ein funktionierendes System braucht das Gegenteil: Tauben müssen sich im Schlag wohlfühlen, damit sie dort brüten.

„Tötungsverbot“ als Schlagwort – ohne Kontext

In den Medien hören wir immer wieder Schlagworte wie: „Die Initiative hat ein Tötungsverbot.“ Was dabei nicht erwähnt wird, ist der Grundsatz dahinter. Abschüsse lösen das Problem langfristig nicht, weil freigewordene Plätze in Populationen rasch wieder durch Jungtiere aufgefüllt werden oder sogar noch mehr Tauben entstehen. Oder hat es in den letzten 40 Jahren in denen die Tauben geschossen wurden etwas verbessert? Ausserdem finden wir es heikel, wenn in frühen Morgenstunden am Bahnhof, in Quartieren, auf Plätzen und in den engen Gassen der Altstadt geschossen wird. Wir erhalten dazu empörte Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Menschen, die Zeuge dieser Aktionen waren, sind schockiert. Und ja: Auch das Risiko (Querschüsse, Fehlabschüsse) beschäftigt die Bevölkerung.

Kosten werden künstlich aufgebläht

Der Gegenvorschlag wird als „günstiger“ als die Initiative verkauft. Schaut man aber genauer hin, stehen dort Posten wie z. B. ein Falkner, budgetiert mit 20’000 CHF pro Jahr, der vier Mal pro Jahr die Tauben aus den Quartieren mit einem Falken vertreiben soll. Das Unsinnige daran ist, dass die Tauben schon ab dem nächsten Tag merken, dass er nicht mehr da ist, und wieder in ihre Quartiere zurückkehren.

Ausserdem soll eine vogelkundige Fachstelle für ALLE Vogelarten entstehen, die mit 70’000 CHF pro Jahr komplett in den Gegenvorschlag gewälzt wird. Für reines Taubenmanagement braucht es jedoch keine 100 Prozent Stelle. Eine Hotline während eines halben Tages pro Woche wäre ausreichend. Dies wäre somit eine 10 Prozent Stelle.

Um die Leute von der Initiative abzuschrecken, zeigen sie, wie teuer die Tauben-Initiative wäre, indem sie die Kosten des Gegenvorschlags durch die „5 Schläge“ teilen und auf die Menge der Schläge multiplizieren, die die Initiative fordert, obwohl viele dieser Beträge nicht linear mit mehr Schlägen wachsen und viele dieser Posten beim Konzept der Initiative nicht einmal Bestandteil wären.

Unser Fazit:

Die Regierung will kein Taubenmanagement. Das Pilotprojekt ist ein politisches Manöver und wurde rein aus taktischen Gründen aufgesetzt, um Wählerstimmen von der Initiative abzuziehen und es nach vier Jahren mit der Erklärung „Hat nicht funktioniert“ wieder zu beenden. Leidtragende sind wir alle: Die Bevölkerung spürt während dieser Pilotphase keine Verbesserung, und diese vier Jahre sind verlorene Zeit. Zeit, in der man ein echtes Taubenmanagement auf die Beine stellen könnte, eines, das nachhaltig wirkt!

Unsere Bitte an euch:

Lasst euch nicht von Schlagworten, PR und verkürzten Darstellungen der Medien leiten. Informiert euch kurz, aber seriös, bevor ihr am 14. Juni 2026 abstimmt. Auf unserer Website könnt ihr euch ein eigenes Bild über die Situation machen. Wir zeigen dort auch viele Städte, die seit Jahrzehnten mit dem Augsburger-Modell (Betreuung, Bindung, Eiertausch, kontrollierte Fütterung) erfolgreich arbeiten – in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, den Niederlanden, Belgien und weiteren Ländern. Wir wollen kein neues, eigens entwickeltes Experiment, wir wollen ein Konzept, das nachweislich funktioniert.

Eure Tauben-Initiative Kanton Basel-Stadt

Das von uns angestrebte Stadttaubenkonzept soll folgende, wesentliche Punkte beinhalten:

  1. Ziel ist die langfristige Reduktion der städtischen Taubenpopulation auf ca. 3000-4000 Tauben anhand der unten angegebenen
    Massnahmen.
  2. Eröffnung von mind. einem Taubenschlag pro Quartier, in denen eine Taubenpopulation von mehr als 50 Tauben angesiedelt sind.
  3. Versorgung mit artgerechtem Futter in den Taubenschlägen und ein gezieltes Anfüttern der Tauben während der Einführungsphase zu
    den neuen Taubenschlägen.
  4. Kontrolle der Taubenpopulation durch Austausch der Eier gegen Attrappen. Keine Tötung von Tauben. Ausnahme: Aus tierschutzrechtlicher
    Sicht ist die Erlösung von kranken/verletzten Tauben, die stark leiden, durch fachgerechte Euthanasie zu ermöglichen.
  5. Tierärztliche Versorgung von kranken und verletzten Tauben, wie auch offizielle Pflegeplätze und ggfs. Dauerpflegeplätze.
  6. Um die Tauben an die neu installierten Taubenschläge zu binden und den langfristigen Erfolg des Projektes zu sichern, ist am
    Fütterungsverbot (§ 21 Abs. 1, ÜStG) ausserhalb der Taubenschläge weiterhin festzuhalten.
  7. Integration einer vogelkundigen Fachstelle beim Kanton Basel-Stadt für die Aufklärung der Bevölkerung und eine offene, transparente
    Kommunikation durch rechtzeitige und umfängliche Bereitstellung von Informationen.

Wenn Politik den Alltag nicht mehr sieht

(Veröffentlicht am 11.1.2026)

Basel ist eine Stadt mit Anspruch: modern, verantwortungsvoll, nachhaltig. Umso befremdlicher ist es, dass ein Problem, das viele Menschen jeden Tag beschäftigt, politisch seit Jahren vor allem verwaltet wird. Die Taubenproblematik ist kein Nebenschauplatz. Sie zeigt sich auf Balkonen, in Innenhöfen, an Fassaden und rund um Liegenschaften – und sie kostet Geld, Nerven und Lebensqualität.
Viele Betroffene erleben es so: Während in politischen Debatten oft über Verfahren, Zuständigkeiten und Pilotphasen gesprochen wird, bleibt der Alltag der Bevölkerung zu häufig unsichtbar. Wer Tag für Tag Kot entfernen, Netze montieren, Schäden reparieren oder Konflikte in der Nachbarschaft moderieren muss, hat keine Geduld mehr für symbolische Lösungen.
Es irritiert, wenn politisch Verantwortliche die Tragweite eines Problems kleinreden, das für viele Menschen längst keine Kleinigkeit mehr ist.

Die Tauben-Initiative ist ein Produkt der Bevölkerung

Die Tauben-Initiative Basel-Stadt ist aus der Basler Bevölkerung entstanden. Betroffene Menschen haben sich organisiert, recherchiert, Lösungen verglichen und Verantwortung übernommen. Das sollte jede und jeder wissen: Diese Initiative ist kein Projekt „von oben“, sondern eine Antwort „von unten“ – aus dem Alltag der Stadt.
Demgegenüber steht ein Gegenvorschlag aus einem politisch-bürokratischen Prozess, ohne dass die Bevölkerung in einer Weise einbezogen wurde. Der Eindruck vieler Betroffener ist: Ein Konzept wird als Errungenschaft verkauft, obwohl es den Alltag nicht entlasten wird.

Es geht nicht um Tierschutz – es geht um Basel

Es geht um öffentliche Hygiene, um Stadtbild und Attraktivität, um Immobilienwerte, um Reinigungskosten und um das Vertrauen der Bevölkerung, dass Probleme ernst genommen und wirksam gelöst werden. Dieses Thema betrifft Eigentümerinnen und Eigentümer, Mieterinnen und Mieter, Gastronomie, Gewerbe, Tourismus – und letztlich die ganze Stadt.

Eine „Pilotlösung“, die keine Lösung bietet

Basel braucht eine Lösung und kein Alibi-Pilotprojekt. Damit ein Taubenkonzept funktioniert, müssen drei Dinge gleichzeitig erfüllt sein: Es braucht genügend Reichweite, damit ein relevanter Teil der Tauben überhaupt erreicht wird. Es braucht verlässliche Bedingungen, damit die Tiere sich an betreute Standorte binden und nicht weiterhin auf Fassaden, in Innenhöfen und auf Balkonen verteilt bleiben. Und es braucht eine wirksame Steuerung der Fortpflanzung, damit der Bestand nicht laufend nachwächst. Fehlt eines dieser Elemente, wird das Problem nicht gelöst, sondern verschoben. Die Belastung wandert und Basel verliert weitere Jahre ohne Verbesserung.
Viele ähnliche Projekte und diverse Fachleute stehen hinter der Tauben-Initiative und nehmen sie ernst. Umso erstaunlicher ist, dass das kleine Pilotprojekt bei vielen Sachkundigen Kopfschütteln auslöst – diese Kritik jedoch an der Basler Politik abprallt.

Demokratie bedeutet Verantwortung

Die gewählten Politikerinnen und Politiker sind dafür verantwortlich, die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen und echte Lösungen zu ermöglichen. Und wir als Bevölkerung müssen genau hinschauen: Was löst das Problem wirklich – und was klingt nur gut?
Wenn politische Mehrheiten reflexartig dem folgen, was aus den eigenen Kreisen kommt, ist das menschlich erklärbar – aber politisch recht problematisch. Denn Ignoranz und Überheblichkeit sind
keine guten Begleiter, schon gar nicht im Umgang mit einem seit Jahren bekannten Problem, das den Alltag vieler Menschen belastet.

Noch in diesem Jahr stimmt Basel über die Tauben-Initiative ab (voraussichtliche Volksabstimmung am 14. Juni 2026).

Das ist unsere Chance, ein klares Signal zu setzen: Nicht aus Trotz. Nicht aus Rache – sondern als Grenze und Auftrag zugleich: Wir erwarten Lösungen, die funktionieren.

Unser Appell

Lassen Sie sich nicht von schönen Worten und Schlagzeilen leiten. Entscheidend ist nur: Wirkt die Massnahme oder nicht? Die Tauben-Initiative Kanton Basel-Stadt bietet diese Lösungen!

Info:
Wir sind jeden Samstag an den bekannten Plätzen in Basel und klären auf. Wir freuen uns auf viele gute Gespräche.


Politische Entscheidungsgrundlage für die Parteien im Grossen Rat

Vor der Abstimmung im Grossrat vom 7.1.2026, haben wir allen Grossrätinnen und Grossräten ausführliche Unterlagen zu den Mängeln des Gegenvorschlags und der UVEK-Version zugestellt. Leider blieben diese unbeachtet.

Warum Eigentümer & Hausverwaltungen die Tauben-Initiative benötigen

Stadttauben sind kein romantisches Thema, sondern ein reales urbanes Problem. Gerade deshalb braucht es ein steuerndes System, das wirkt und nicht Massnahmen, die das Problem lediglich verschieben.

1) Was Eigentümer & Verwaltungen heute konkret tragen
Verantwortung, Einschränkungen und Daueraufwand
Die Taubenproblematik in Basel-Stadt ist nicht nur ein städtisches Ordnungsthema, sondern in erster Linie eine Liegenschaftsfrage. Eigentümerinnen und Eigentümer sowie deren Hausverwaltungen sind gemäss geltender Praxis verpflichtet, ihre Liegenschaften hygienisch einwandfrei zu halten. Die kantonalen Medizinischen Dienste (Fachbereich Wohnungswesen) führen hygienische Probleme durch Tauben im Wohnumfeld ausdrücklich als Beratungs- und Interventionsfeld auf und halten fest, dass die Verantwortung für Hygieneschädlinge grundsätzlich bei den Eigentümerschaften und Verwaltungen liegt. Entsprechend können Beratung sowie die Anordnung hygienischer Massnahmen durch das Gesundheitsdepartement erfolgen.
Für die Bewirtschaftungspraxis bedeutet dies einen wiederkehrenden, nicht delegierbaren Aufwand, unter anderem für Abklärungen, Reinigung, Instandsetzung, die Koordination von Fachfirmen sowie Mieterkommunikation und Konfliktmanagement.

2) Abwehr am Gebäude
Technisch möglich – aber dauerhaft kosten- und wartungsintensiv
Abwehrmassnahmen am Gebäude sind technisch möglich, jedoch dauerhaft kosten- und wartungsintensiv. Das kantonale Merkblatt Tauben (Mai 2024) beschreibt die übliche Vorgehensweise von der Befallsanalyse über die Entfernung von Kot und Nistmaterial bis zur Auswahl und Montage geeigneter Systeme durch spezialisierte Fachfirmen. Insbesondere Netze müssen fachgerecht installiert und regelmässig kontrolliert werden; beschädigte Systeme sind zu reparieren oder zu ersetzen.
Hinzu kommen rechtliche Einschränkungen: Sobald Eier im Nest liegen, ist die Brut grundsätzlich zuzulassen. Bei geschlüpften Jungvögeln darf ein Nest erst entfernt werden, wenn diese ausgeflogen sind. In der Praxis führt diese Kombination aus technischer, rechtlicher und organisatorischer Bindung dazu, dass Belastungen oft über Wochen bestehen bleiben und Abwehrmassnahmen nicht kurzfristig greifen.

3) Fütterungsverbot und zusätzlicher Konfliktdruck
In Basel-Stadt ist das Füttern freilebender Tauben seit 2019 verboten und wird mit Ordnungsbussen sanktioniert. Für Eigentümer und Hausverwaltungen ist dies insofern relevant, als der Kanton das Nahrungsangebot im öffentlichen Raum reguliert, während die Folgen von Taubenansammlungen – Kot, Nistplätze, Parasitenrisiken, Nutzungseinschränkungen und Beschwerden – weiterhin überwiegend bei den Liegenschaften anfallen.

4) Kann Taubenbefall den Wert einer Liegenschaft beeinträchtigen?
Für Eigentümerinnen und Eigentümer stellt sich damit nicht nur eine Frage des laufenden Aufwands, sondern auch des langfristigen Werterhalts.
Taubenbefall führt nicht automatisch zu einem Wertverlust. Er kann jedoch wertmindernd wirken, wenn er dauerhaft, sichtbar und kostenrelevant ist oder die Nutzbarkeit von Gebäudeteilen beeinträchtigt.
Wertmindernde Effekte entstehen in der Regel indirekt und über mehrere zusammenhängende Mechanismen. Flüssiger Taubenkot greift aufgrund seiner Säure und Feuchtigkeit Putz, Naturstein,
Metall, Geländer und Fensterbänke an, was zu Materialabtrag, Korrosion und einem frühzeitigen Sanierungsbedarf führen kann.
Gleichzeitig werden Gebäudeteile wie Balkone, Terrassen oder Dachflächen in ihrer Nutzung eingeschränkt, was in der Immobilienbewertung als qualitativer Mangel gilt. Daraus resultieren erhöhte laufende Kosten für Reinigung, Abwehrsysteme, Wartung und Reparaturen, die die Nettoerträge belasten und sich negativ auf Ertrags- und Verkehrswertberechnungen auswirken können.
Sichtbarer Taubenbefall beeinflusst zudem die Wahrnehmung von Liegenschaften, kann die Vermietbarkeit beeinträchtigen und bei anhaltenden hygienischen Problemen behördliche Kontrollen, Auflagen oder Sanierungsaufforderungen nach sich ziehen.
In der Praxis gilt daher: Einzelner, temporärer Befall ist meist unproblematisch. Ein ungelöstes, strukturelles Taubenproblem kann jedoch mittel- bis langfristig wertmindernd wirken, meist indirekt über Kosten, Nutzung und Marktakzeptanz.

Zwei Konzepte – zwei unterschiedliche Folgen für Liegenschaften

Politisch stehen sich zwei Ansätze gegenüber:

  • die Tauben-Initiative Basel-Stadt (systemische Steuerung),
  • der überarbeitete Gegenvorschlag des Regierungsrates gemäss Grossratskommission (UVEK-Variante als Pilotprojekt).

    A) Tauben-Initiative Basel-Stadt
    Steuerung statt dauerhafte Abwehr
    Die Initiative sieht unter anderem vor:
  • eine Reduktion der Population auf 3’000–4’000 Tauben,
  • flächendeckende, betreute Taubenschläge,
  • kontrollierte, artgerechte Fütterung im Schlag zur Bindung,
  • Eiertausch zur Geburtenkontrolle,
  • veterinärmedizinische Versorgung erkrankter Tiere,
  • konsequente Durchsetzung des Fütterungsverbots ausserhalb der Schläge.
    Bedeutung für Eigentümer und Hausverwaltungen:
  • Der Brut- und Aufenthaltsdruck verlagert sich weg von Gebäuden hin zu kontrollierten Taubenschlägen.
  • Abwehrmassnahmen können punktuell sinnvoll sein, sind jedoch nicht mehr der dauerhafte Hauptkostenfaktor.
  • Geringere bis kaum eine Taubenpräsenz reduziert Reinigungszyklen, Reklamationen, Nutzungseinschränkungen, Gebäudeschäden und wiederkehrende Notmassnahmen.
    Kurz gesagt: Die Tauben-Initiative setzt präventiv an der Ursache an und trägt damit direkt zum Werterhalt von Liegenschaften bei.

B) Überarbeiteter Gegenvorschlag (UVEK-Pilot)
Begrenzte Reichweite, keine strukturelle Entlastung
Der überarbeitete Gegenvorschlag sieht ein vierjähriges Pilotprojekt mit fünf Taubenschlägen und einem Gesamtbudget von CHF 830’000 vor.
Das Instrumentarium verzichtet auf eine tierärztliche Versorgung, lässt das Einfangen und Töten von Tauben – einschliesslich Jungvögeln in Taubenschlägen – weiterhin zu und setzt ergänzend auf Vergrämungsmassnahmen wie Greifvogeleinsätze an Hotspots.
Aus Sicht von Eigentümern und Hausverwaltungen ist entscheidend, dass die geringe Anzahl geplanter Taubenschläge in Kombination mit einer Vergrämungslogik keine strukturelle Entlastung bewirken kann, da Tauben ausweichen und im gebäudenahen Raum verbleiben.

  • WARUM DER ÜBERARBEITETE GEGENVORSCHLAG NICHT FUNKTIONIEREN KANN
    Der Gegenvorschlag scheitert nicht an der Ausführung, sondern an seinen strukturellen Grundlagen. Die vorgesehenen Massnahmen sind nicht geeignet, die Stadttaubenpopulation wirksam zu steuern oder zu reduzieren.
    Die entscheidenden Gründe sind:
  • Zu geringe Reichweite Mit fünf Taubenschlägen können lediglich rund 5 % der Stadttauben erfasst werden. Eine Bestandsregulierung ist mit dieser Reichweite rechnerisch ausgeschlossen.
  • Fehlende Bindung durch unzureichende Fütterung Die Fütterung in den Schlägen ist nicht konsequent und nicht ausreichend ausgestaltet. Tauben binden sich nur dort dauerhaft, wo Nahrung, Ruhe und Schutz verlässlich vorhanden sind. Ohne diese Bindung bleiben sie gezwungen, im Stadtgebiet weiterhin Futter zu suchen, zu brüten und zu verweilen.
  • Keine wirksame Fortpflanzungskontrolle Der Verzicht auf einen flächendeckenden Eiertausch bedeutet, dass die hohe Reproduktionsrate der Stadttauben nicht unterbrochen wird. Die Entnahme und Tötung von Jungvögeln verhindert die Bindung der Tauben an den Schlag.
  • Verdrängung statt Steuerung Vergrämungsmassnahmen wie Greifvogeleinsätze führen nicht zu einer Steuerung der Population, sondern lediglich zu kurzfristigen räumlichen Ausweichbewegungen. Nach Beendigung der Einsätze kehren die Tauben in ihre angestammten Quartiere zurück.
  • Fehlende medizinische Stabilisierung Unbehandelte Krankheiten und Parasiten können sich bei fehlender tierärztlicher Betreuung ausbreiten und stellen ein vermeidbares Gesundheitsrisiko für Tiere und Menschen dar.

Fazit
Die Tauben-Initiative Basel-Stadt verfolgt ein klares Ziel: ein seit Jahren bekanntes Problem wirksam und dauerhaft zu lösen, statt es weiter zu verwalten. Sie setzt dort an, wo das Problem entsteht – bei Fortpflanzung, Aufenthaltsorten und fehlender Steuerung – und schafft damit die Grundlage für eine spürbare Entlastung von Quartieren, Gebäuden und dem Stadtbild.
Der überarbeitete Gegenvorschlag bleibt ein zeitlich befristetes Pilotprojekt mit geringer Reichweite. Er greift zu kurz, um die Taubenpopulation wirksam zu beeinflussen, und verändert weder die Ursachen noch die Dynamik des Problems. Entsprechend ist keine nachhaltige Verbesserung für den öffentlichen Raum oder die Liegenschaften zu erwarten.
Politisch geht es damit nicht um zwei gleichwertige Wege, sondern um eine Grundsatzfrage: Wollen wir ein Problem endlich lösen oder es mit einem Pilotprojekt weiter verschieben?
Aus wirtschaftlicher, städtebaulicher und gesellschaftlicher Sicht spricht deutlich mehr für die Tauben-Initiative Basel-Stadt. Sie bietet die realistische Aussicht auf weniger Folgekosten, ein gepflegteres Stadtbild und ein zeitgemässes Auftreten Basels als Stadt, die Verantwortung übernimmt und langfristig denkt.

JETZT ERST RECHT – Warum Basel den Gegenvorschlag ablehnen muss

Nach Monaten der Beratung legt die Regierung ein «Pilotprojekt» vor, das weder Pilot noch Projekt ist – und die UVEK des Grossen Rats hat dieses Konzept nicht verbessert, sondern teilweise verschärft. Was der Bevölkerung als Lösung verkauft wird, ist in Wahrheit eine Fortsetzung der gescheiterten Politik, diesmal verpackt in einem Konzept, das grundlegende biologische, tierschutzrechtliche und fachliche Prinzipien missachtet.
Wir klären auf – sachlich, fundiert und mit absoluter Klarheit.

1. Die Grundprobleme des Gegenvorschlags – und warum er scheitern muss

1.1 Zu wenige Taubenschläge – völlig wirkungslos

  • Die Regierung plant 3 Taubenschläge; die UVEK erhöht auf 5.
  • Das reicht für ca. 280 Brutpaare – bei einem Gesamtbestand von 7’000–8’000 Tauben.
  • Damit können nicht einmal 5 % der Population betreut oder kontrolliert werden.

Eine Bestandsregulierung ist mathematisch unmöglich.
Der Gegenvorschlag produziert also Schein-Aktivität, aber keine Wirkung.

2. Die zentralen Widersprüche – schwarz auf weiss

2.1 Füttern ist verboten – aber notwendig. Beides gleichzeitig geht nicht.

Regierung und UVEK behaupten weiterhin:

«Fütterung fördere die Fortpflanzung.»

Gleichzeitig schreiben sie:

«Die Tauben müssen gefüttert werden, um sie an den Schlag zu binden.»

Das ist ein massiver Widerspruch.
Bindung ohne Fütterung ist biologisch unmöglich.
Jeder Taubenexperte bestätigt das.

2.2 Basel behauptet, Tötungen seien «notwendig» – obwohl jahrzehntelange Praxis beweist, dass sie nichts bringt

Der Gegenvorschlag sieht vor:

  • Tötung von Tauben an Hotspots,
  • Tötung verletzter Tiere statt medizinischer Versorgung,
  • und – besonders perfide – Tötung von Jungtieren im Schlag kurz nach dem Schlüpfen.

Diese Praxis widerspricht:

  • dem Tierschutzgesetz,
  • dem Bundesrecht,
  • und jedem funktionierenden Taubenkonzept Europas.

Und das wichtigste:

Basel hat über Jahrzehnte getötet – ohne jede nachhaltige Bestandsreduktion.
Dies wird im Pilot einfach fortgesetzt.
Eine nachweislich wirkungslos-grausame Methode wird wiederbelebt, um Handlungsfähigkeit vorzutäuschen.

3. Die perfideste Massnahme: Tötung der Jungvögel im Schlag

Dies ist der wohl ethisch problematischste Teil des Gegenvorschlags – und der Punkt, der öffentlich kaum bekannt ist.

Die UVEK bestätigt ausdrücklich:

  • Tauben dürfen brüten.
  • Die Jungtiere werden aufgezogen.
  • Aber nach wenigen Wochen werden sie systematisch entfernt und getötet.

Das ist kein Nebenaspekt – es ist konzeptionell vorgesehen.

Warum diese Massnahme völlig verfehlt ist:

  • Tauben verlassen Schläge, wenn ihre Jungen verschwinden.
  • Eine Bindung entsteht nie.
  • Die Schläge bleiben leer → keine Bestandskontrolle.
  • Es ist rechtlich fragwürdig – das Stören brütender Elterntiere ist verboten.
  • Es ist ethisch untragbar – systematische Tötung im staatlichen Auftrag.

Der Gegenvorschlag nennt das «Pilotprojekt».
Fachlich ist es ein Rückschritt hinter den Stand der 1990er-Jahre.

4. Kosten als Abschreckung – ohne Bezug zur Realität

Die Regierung spricht von «1.5 bis 2 Millionen Franken jährlich» für unser Konzept.
Diese Zahlen sind:

  • politisch motiviert,
  • nicht belegt,
  • und widersprechen den eigenen Zahlen der Regierung.

Fakten:

  • Frühere 13 Schläge kosteten 20’000 CHF/Jahr.
  • Bern betreibt 8 Schläge für ungefähr 100’000 Franken/Jahr.

Unser Konzept ist:

  • effizient,
  • skalierbar,
  • und kostenarm,
    weil es funktioniert – im Gegensatz zum Gegenvorschlag.

5. Der wissenschaftliche Irrweg: Basel bekämpft Symptome, aber nicht Ursachen

Der Gegenvorschlag:

  • setzt auf Tötung,
  • setzt auf Vergrämung mit Greifvögeln,
  • setzt auf Strafverfolgung der Bevölkerung,
  • verzichtet auf konsequente Fütterung im Schlag,
  • verzichtet auf tierärztliche Versorgung,
  • verzichtet auf moderne Präventionsansätze.

Damit ignoriert Basel:

  • jahrzehntelange Forschung,
  • funktionierende europäische Modelle,
  • veterinärmedizinische Expertise,
  • und die Erfahrungen von Dutzenden Städten.

Ein Konzept, das auf erschreckend veralteten Annahmen basiert, kann nicht funktionieren.

6. Die Initiative – die einzige echte Lösung

Unsere Initiative basiert auf den heutigen Standards eines modernen, tierschutzgerechten und bewährten Taubenmanagements:

  • Bindung über Fütterung im Schlag
  • Eiertausch statt Tötung
  • Tierärztliche Versorgung statt Leid
  • Quartierschläge dort, wo die Population hoch ist
  • Transparenz und Aufklärung der Bevölkerung
  • Kein Töten gesunder Tiere
  • Einbindung der Bevölkerung statt Bestrafung

Das Ziel ist klar:

Eine dauerhafte Reduktion auf 3’000–4’000 gesunde Tauben – zum Wohl von Mensch & Tier.

7. Schluss: Basel verdient echte Lösungen – keine Mogelpackungen

Der Gegenvorschlag ist:

  • fachlich nicht tragfähig,
  • ethisch fragwürdig,
  • biologisch widersprüchlich,
  • rechtlich prekär,
  • finanziell irreführend,
  • und praktisch wirkungslos.

Die Bevölkerung wird mit einem Projekt hingehalten, das keines der Probleme löst, aber Leid, Konflikte und Kosten erhöht.

Wir hingegen streben eine Lösung an, die:

löst, aber Leid, Konflikte und Kosten erhöht.

Wir hingegen streben eine Lösung an, die:

  • funktioniert,
  • auch in anderen Städten funktioniert hat,
  • Tierleid verhindert,
  • Bevölkerung entlastet,
  • Gebäude schützt,
  • Kosten senkt,
  • und Fairness und Verantwortung verbindet.

Darum gilt:

Wir bleiben – konsequent und entschlossen – auf dem Weg Richtung Volksabstimmung.

Für Basel. Für die Tiere. Für eine Stadt, die Verantwortung übernimmt.
Jetzt erst recht.

Interview vom 21.11.2025 mit Dr. Mark Benecke

Bericht vom 20.11.2025 in der Badischen Zeitung

Der Gegenvorschlag vom Regierungsrat muss bei der Abstimmung im Mai/Juni 2026 abgeschmettert werden!

Unser Standpunkt zum Gegenvorschlag – Tauben-Initiative Kanton Basel-Stadt, welcher heute, 1. Mai, an die Medien versendet wurde.

Volksabstimmung für die Tauben-Initiative – jetzt erst recht!

Soll dieses Pilotprojekt vom Regierungsrat Basel-Stadt nun wirklich der formulierte Gegenvorschlag zur kantonalen Volksinitiative «Neues Stadttaubenkonzept Kanton Basel-Stadt« gewesen sein?!

Nach monatelanger Vorbereitungszeit wird uns jetzt ein Gegenvorschlag mit dem verheissungsvollen Namen »Pilotprojekt« präsentiert, welches nur ein hilfloses Bemühen ist ohne eine würdige Auseinandersetzung mit dem akuten Problem.

Ehrlich gesagt, haben wir vom Regierungsrat in Bezug auf die Tauben-Initiative nicht viel erwartet; aber einen ersten Schritt in die richtige Richtung hätten wir uns gewünscht, aber auch dazu waren sie nicht imstande. Sie sind ihrer früheren Linie treu geblieben, das akute Taubenproblem nicht lösen zu wollen, dies gar vorsätzlich zu ignorieren. Diese zeitaufwendige Ausarbeitung ist wieder einmal ein trauriges Beispiel für die Verschwendung von Steuergeldern. Die Ressourcen hätte man viel effizienter und lösungsorientierter nutzen können.

Den Gegenvorschlag des Basler Regierungsrates betrachten wir als Verzögerungstaktik oder eine Methode, um das eigentliche Problem nicht direkt anzugehen. Das Pilotprojekt wird als Mogelpackung genutzt – also als ein scheinbar ernsthaftes Vorhaben, das aber in Wirklichkeit nur dazu
dient, die Sache hinauszuzögern oder von der tatsächlichen Lösung abzulenken.

Laut dem Regierungsrat sollen frühere drei Taubenschläge reaktiviert werden, und in diesen Taubenschlägen soll keine Fütterung stattfinden. Dies ist einfach nur weltfremd und ignoriert nicht nur alle vorhandenen Studien von erfolgreichen Taubenkonzepten, sondern ignoriert gleichermassen das akute Leiden von Mensch & Tier. Der Gegenvorschlag ist einfach nur die Weiterführung des alten, gescheiterten Stadttaubenkonzepts von Kanton Basel-Stadt. Man kann hier wohl von systematischer Ignoranz sprechen!

Die Behauptung, dass die 3 reaktivierten Taubenschläge jährliche Kosten in Höhe von SFr. 500’000 verursachen sollen, ist einfach nur gewaltig übertrieben und lachhaft. Dem nicht genug, wird bewusst und gezielt die weitere Behauptung in die Welt gesetzt, dass bei einer Annahme unserer Initiative jährliche Kosten in Höhe von 2 Millionen Franken entstehen würden. Diese schlichtweg erfundenen Zahlen dienen lediglich zur Abschreckung der Stimmbevölkerung und spiegeln keinesfalls die Realität wider!

Beim früheren Taubenschlagkonzept von Basel-Stadt, das 30 Jahre betrieben und 2020 für gescheitert erklärt wurde, waren die jährlichen Kosten für 13 Taubenschläge ohne Fütterung in den Schlägen nur SFr. 20’000. Und die 8 Taubenschläge in Bern kosten übrigens auch nur mehrere Zehntausend Franken pro Jahr.

Wir wollen nochmals klarstellen: Die zentralen Ziele unserer Taubeninitiative sind kein Luxus, sondern nur Mindestanforderungen für ein seriöses und erfolgreiches Taubenkonzept. Beispiele für erfolgreich funktionierende Taubenkonzepte finden wir nicht nur in den Nachbarländern, sondern
auch bei uns hier in Bern.

Wegen dieses Gegenvorschlags des Regierungsrats wird die Tauben-Initiative Kanton Basel-Stadt leider ein halbes Jahr später zur Abstimmung kommen. Der neue Abstimmungstermin ist nun Mai 2026.

Abschliessend möchten wir noch allen Baslern Mut machen, die sich wegen des Taubenproblems im Stich gelassen fühlen und ihnen mitteilen, dass wir an unserer Initiative für ein leidfreies Leben von Mensch & Tier festhalten. Jetzt erst recht!

Renée Winkler
Initiatorin der Tauben-Initiative Kanton Basel-Stadt

Hinweis:
Wer mehr über die Tauben-Initiative Kanton Basel-Stadt erfahren möchte und an einer seriösen und fundierten Problemlösung interessiert ist, empfehlen wir unsere Webseite www.tauben-initiative.ch zu besuchen.

Zur Erinnerung:
Hier nochmal die zentralen Forderungen unserer Tauben-Initiative.

Ziel ist die langfristige Reduktion der städtischen Taubenpopulation auf ca. 3000-4000 Tauben anhand der unten angegebenen Massnahmen.

Eröffnung von mind. einem Taubenschlag pro Quartier, in denen eine Taubenpopulation von mehr als 50 Tauben angesiedelt sind.

Versorgung mit artgerechtem Futter in den Taubenschlägen und ein gezieltes Anfüttern der Tauben während der Einführungsphase zu den neuen Taubenschlägen.

Kontrolle der Taubenpopulation durch Austausch der Eier gegen Attrappen. Keine Tötung von Tauben. Ausnahme: Aus tierschutzrechtlicher Sicht ist die Erlösung von kranken/verletzten Tauben, die stark leiden, durch fachgerechte Euthanasie zu ermöglichen.

Tierärztliche Versorgung von kranken und verletzten Tauben, wie auch offizielle Pflegeplätze und ggfs. Dauerpflegeplätze.

Um die Tauben an die neu installierten Taubenschläge zu binden und den langfristigen Erfolg des Projektes zu sichern, ist am Fütterungsverbot (§ 21 Abs. 1, ÜStG) ausserhalb der Taubenschläge weiterhin festzuhalten.

Integration einer vogelkundigen Fachstelle beim Kanton Basel-Stadt für die Aufklärung der Bevölkerung und eine offene, transparente Kommunikation durch rechtzeitige und umfängliche Bereitstellung von Informationen.

Wir sind sehr verwundert über die Medienmitteilung vom Kanton Basel-Stadt vom 29.4.2025! (Medienmitteilung siehe unter unserem Text)

Dieses sogenannte Pilotprojekt soll nun wirklich das gross-angekündigte Resultat vom Kanton Basel-Stadt zur Tauben Initiative Basel-Stadt nach monatelanger Arbeit gewesen sein?!

Mit diesem sogenannten Pilotprojekt wird die Bevölkerung wieder nur hingehalten. Es wird gezielt die Behauptung in die Welt gesetzt, dass Kosten von 2 Mio. entstehen würden. Eine seriöse Auseinandersetzung mit unseren zentralen Forderungen hat leider nicht stattgefunden.

Wir als Initiative streben einen echten Gegenvorschlag zu diesem «Pilotprojekt» an. Der Kanton strebt leider Gottes keine Lösung an. Kein Füttern in den Taubenschlägen und nur 3 Taubenschläge für Kanton Basel-Stadt ist einfach nur weltfremd und zeugt leider von Ignoranz gegenüber einem akuten Problem für die Basler.

Und wenn unser kommender Gegenvorschlag auch nicht zum gewünschten Ziel führt: Wir gehen weiter und entschlossen unseren Weg Richtung Volksabstimmung!

Medienmitteilung vom Kanton Basel-Stadt vom 29.4.2025

https://www.bs.ch/medienmitteilungen/2025-regierungsrat-verabschiedet-formulierten-gegenvorschlag-zur-kantonalen-volksinitiative-neues-stadttaubenkonzept-kanton-basel-stadt

Forderungen der Tauben-Initiative

2020 wurden in Basel-Stadt alle Taubenschläge geschlossen und somit das Basler Taubenkonzept für beendet erklärt.

Es ist jetzt an der Zeit für ein neues, zeitgemässes Stadttaubenkonzept für Kanton Basel-Stadt, welches die ungelöste Stadttaubenproblematik nachhaltig angeht. Es soll ein tierschutzgerechtes Konzept zur Regulierung und Reduzierung der Stadttauben erarbeitet und umgesetzt werden, das zum Wohle von Mensch & Tier ist. In Anlehnung an das Augsburger Stadttaubenkonzept, das von vielen europäischen Städten als Vorbild genommen wird, soll Kanton Basel-Stadt ein eigenständiges Stadttaubenkonzept anstreben.

Unser angestrebten Stadttaubenkonzept soll folgende, wesentliche Punkte beinhalten:

  • Ziel ist die langfristige Reduktion der städtischen Taubenpopulation auf ca. 3000-4000 Tauben anhand der unten angegebenen Massnahmen.
  • Eröffnung von mind. einem Taubenschlag pro Quartier, in denen eine Taubenpopulation von mehr als 50 Tauben angesiedelt sind.
  • Versorgung mit artgerechtem Futter in den Taubenschlägen und ein gezieltes Anfüttern der Tauben während der Einführungsphase zu den neuen Taubenschlägen.
  • Kontrolle der Taubenpopulation durch Austausch der Eier gegen Attrappen. Keine Tötung von Tauben. Ausnahme: Aus tierschutzrechtlicher Sicht ist die Erlösung von kranken/verletzten Tauben, die stark leiden, durch fachgerechte Euthanasie zu ermöglichen.
  • Tierärztliche Versorgung von kranken und verletzten Tauben, wie auch offizielle Pflegeplätze und ggfs. Dauerpflegeplätze.
  • Um die Tauben an die neu installierten Taubenschläge zu binden und den langfristigen Erfolg des Projektes zu sichern, ist am Fütterungsverbot (§ 21 Abs. 1, ÜStG) ausserhalb der Taubenschläge weiterhin festzuhalten.
  • Integration einer vogelkundigen Fachstelle beim Kanton Basel-Stadt für die Aufklärung der Bevölkerung und eine offene, transparente Kommunikation durch rechtzeitige und umfängliche Bereitstellung von Informationen.

Aktuelles vom 13.9.2024

Letzten Freitag, am 13. September 2024, hat das erste Treffen zwischen der Tauben-Initiative Basel-Stadt und der Regierung Basel-Stadt (vertreten durch Kaspar Sutter, Vorsteher Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt und Holger Stockhaus, Wald- und Holzwirtschaft, Wildtiere, -Jagd und Fischerei Basel-Stadt) stattgefunden.

Bei diesem Gespräch wollte man in Erfahrung bringen, aus welchen Gründen wir eine Tauben-Initiative für den Kanton Basel-Stadt in die Welt gerufen haben. Auch wollte man  abtasten, ob wir bei den sieben Punkten unserer Initiative für Änderungen oder Gegenvorschläge offen sind. 

Laut Kaspar Sutter sei sich die Basler Regierung zumindest bei einem Punkt sicher, nämlich, dass es eine Änderung bezüglich der Taubenproblematik braucht. Welchen Weg sie jedoch einschlagen wollen, da sei man sich noch nicht einig.

Zumindest ist eines sicher: Sollte der Ablauf der Initiative seinen normalen Weg gehen, so wird voraussichtlich im November 2025 über die Tauben-Initiative durch das Basler Stimmvolk entschieden.

Bericht Regierungsrat des Kanton Basel-Stadt zur rechtlichen Zulässigkeit und zum weiteren Verfahren vom 20.8.2024

Kurzmitteilungen aus der Regierungsrats-Sitzung (Bulletin)

Medienmitteilung Regierungsrat 20.08.2024 – 14:00

Der Regierungsrat hat …

Grossen Rat beantragt, die kantonale Volksinitiative «Neues Stadttaubenkonzept Kanton Basel-Stadt» für rechtlich zulässig zu erklären und ihm (dem Regierungsrat) zur Berichterstattung zu überweisen. Die Initiative will erreichen, dass nach der Schliessung aller Taubenschläge im Kanton Basel-Stadt im Jahr 2020 und damit verbunden nach der Beendigung des Basler Taubenkonzepts nun ein neues, zeitgemässes Stadttaubenkonzept erarbeitet wird, mit welchem die Stadttaubenproblematik nachhaltig angeht. (Auskunft: Holger Stockhaus, Amt für Wald und Wild, Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, Tel. 061 552 59 95)

https://www.bs.ch/medienmitteilungen/2024-kurzmitteilungen-aus-der-regierungsrats-sitzung-bulletin-22

Offizielle Übergabe der 3000 bestätigten Unterschriften für die Tauben-Initiative

Endlich ist es so weit!

Wir übergeben offiziell am Mittwoch, dem 10. April 2024 um 12.00 Uhr im Rathaus, Marktplatz 9, 4001 Basel, die mehr als 3000 bestätigten Unterschriften für unsere Tauben-Initiative Kanton Basel-Stadt.

Wir hoffen, dass die Abstimmung für die Tauben-Initiative zeitnah erfolgt und vertrauen darauf, dass die Bevölkerung und die Regierung von Kanton Basel-Stadt gemeinsam ein vorbildliches Taubenschlagkonzept zum Wohle von Mensch & Tier auf die Beine stellen.

Basel, 30. März 2024

Initiatorin:

  • Renée Winkler

Mitglieder des Initiativ-Komitees:

  • Isabel Fuchs
  • Niousha Naderi
  • Eva Luz
  • Tamara Mägli
  • Michael Burkhardt
  • Nicolas Eichenberger
  • Lysiane Lutz
  • Andrea Strähl
  • Armin Reitzle